KirchengemeindeSegeberg

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angedacht:
jenseits des Zorns

„Für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, aber weil ich dich von Herzen liebe, hole ich dich wieder heim. Als der Zorn in mir aufstieg, habe ich mich für einen Augenblick von dir abgewandt. Aber nun will ich dir für immer gut sein. Das sage ich, der HERR, der dich befreit.“ Jesaja 54,7.8

Kennen Sie das Gefühl, „von Gott verlassen“ zu sein?

Jesaja nutzt ein Bild, das wir alle kennen: „In einem Augenblick des Zorns habe ich mich von dir abgewandt!“ Menschen - Kinder erleben, dass sich die Mutter, der Vater zornig abwendet. Eine Urerfahrung.
Mit ihr deutet Jesaja die Erfahrungen seiner Zeitgenossen: Wo ist Gott, wenn Menschen einander Grausames antun? Wo ist er, wenn ich leide? Schaut er weg?
Die Bibel weiß von dem Zorn Gottes angesichts dessen, wie Menschen mit anderen umgehen. Werde ich nicht zornig, wenn ich sehe, wie Menschen einander Gewalt antun, in Gleisbetten schubsen?
Wem tu ich, wem tun Sie Gewalt an – und sei es mit Worten?
Jesaja sagt uns zu: Auch wenn du Erfahrungen machst, die dir die zornige Seite Gottes zeigen, auch wenn du mal wieder zornig bist – seine Liebe gilt dir und jedem Menschen auf dieser Erde. Er hat mit dir Gutes vor. Er traut auch dir zu, Gutes zu tun. Als Zeuge und Zeugin der Liebe, die den Zorn besiegt.

Matthias Voß

Regenbogen über Bad Segeberg Matthias Voß