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angedacht

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Wüstenzeit!
Liebe Leserin, lieber Leser, so empfinde ich diese Tage.
Unser Leben, unser Alltag wird unterbrochen. Schmerzlich, verunsichernd!
Vielleicht auch heilsam?

Tageslesung am 23.03. 2020: 5. Mose 8,2-10
Gedenke des ganzen Weges, den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat - diese vierzig Jahre in der Wüste, auf dass er dich demütigte und versuchte, damit kundwürde, was in deinem Herzen wäre, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.
Er demütigte dich und ließ dich hungern - und speiste dich mit Manna, das du und deine Väter nie gekannt hatten, auf dass er dir kundtäte, dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.
Deine Kleider sind nicht zerrissen an dir, und deine Füße sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre.
So erkennst du in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.
So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest.
Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen,
ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäume und Honig gibt,
ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz aus den Bergen haust.
Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.

Wüstenzeit!
Liebe Leserin, lieber Leser, so empfinde ich diese Tage.
Unser Leben, unser Alltag wird unterbrochen. Schmerzlich, verunsichernd!
Vielleicht auch heilsam?
Menschen haben es oft so empfunden, dass sie durch einschneidende Erlebnisse vom Leben oder Gott auf die Probe gestellt wurden. Sie haben solche Zeiten als „Prüfung“ empfunden.
Wir bekommen in der häuslichen Isolation Zeit, uns zu fragen: Was ist wichtig? Wer ist mir wichtig? Was brauche ich? Was braucht mein Nachbar? Meine Familie?
Diese und andere Fragen stellen sich in diesen Tagen intensiver als sonst.
Die Israeliten damals wurden auf die Probe gestellt, sie hungerten, aber fanden dann etwas, was sie vorher noch nie gekannt hatten: Manna in der Wüste.
Was finden wir in diesen Tagen? Wissenschaftler eine Impfung? Finden wir neue Wege im nachbarschaftlichen Miteinander?
Mose damals hat immer wieder auf die Gebote verwiesen. Darauf, dass es gut ist das zu tun, was in einer Situation geboten ist.
Derzeit ist es geboten, zu Hause zu bleiben. Und einander beizustehen, so wie die Dinge es gerade zulassen. Und zu bemerken, dass manches doch gut ist, auch heute. Mose wies darauf hin: „Deine Kleider sind nicht zerrissen an dir, und deine Füße sind nicht geschwollen“. Stimmt! Wir werden satt und haben Kraft. Viele von uns.
In den 7 fetten Jahren hat die Politik der schwarzen Null manches für heute zurückgelegt.
Und Mose endet: Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.
Eine gesegnete Woche
Ihr
Matthias Voß
Bildnachweis: Vinicius Henrique auf Unsplash

Bildnachweis: Vinicius Henrique auf Unsplash